Kongress Steinheilkunde
15. und 16. September 2018
Stadthalle Gersfeld (Rhön)

So, 10:00 - 12:10 Uhr
A6

Die Zukunft der Steinheilkunde - der materielle, gedankliche und spirituelle Nachlass Michael Giengers

Keiner kann die Verantwortung für Taten, Worte und Gedanken der erwachsenen Menschen übernehmen.

Ein Lehrer leitet seine Schüler an und lehrt sie,  wie er es wichtig findet. Jedoch jeder Schüler begreift diese Anleitungen je nach  seinem Bewusstsein. Die Schüler, die sich selbst besser kennen, d.h. eigene Stärken und Schwächen illusionsfrei erkennen und zugeben, können auch den Lehrer breiter verstehen. Diejenigen aber, die an Minderwertigkeits- oder Selbstüberschätzungskomplexen leiden, hören Worte des Lehrers ohne ein echtes Verständnis zu haben, was hinter diesen Worten steht.  Nach dem Tod des Lehrers versuchen dann die ersten, seine Idee an andere weiterzutragen. Die anderen jedoch begreifen die Bedeutung des Wortes Idee nicht, deshalb profitieren sie unter dem Namen des Lehrers, wobei sie sowie die Idee, als auch die Lehre selbst verdrehen.

Jedem Menschen, der weiter zu denken strebt, fällt anfangs eine reale, echte Selbsterkenntnis schwer, denn er ist nicht so, wie er sich selbst sehen möchte. Eine verkehrte  Selbstwahrnehmung hat die falsche Sicht auf Mitmenschen und Situationen zur Folge. Solcher Mensch versteht Worte des Lehrers auf seine eigene Weise und erfasst den Stellenwert des Lehrers in seinem Leben nicht, denn er nutzt bloß den Lehrer für seine Zwecke aus.

Seit alten Zeiten der sakralen ägyptischen-  und später auch griechischen Mysterien weiß man, dass die Erweiterung des Bewusstseins eines Schülers mit dessen selbstloser Hilfe bei der Arbeit seines Lehrers eng verbunden ist, d.h. das selbstlose Dienen dem Lehrer galt als eine sehr wichtige Lektion. Ohne Verständnis dieser Lektion ist der Weg zur Geistigkeit unmöglich, denn das selbstlose Dienen hilft bei der Arbeit an sich selbst: am eigenen Hochmut, Stolz, egoistischen Verhalten anderen gegenüber. Versteht der Schüler die Lektion des selbstlosen Dienens nicht, so denkt er nur an seine Selbstverwirklichung und Gewinn mit Hilfe des Lehrers. So kann er Dilettant auf seinem Gebiet werden, aber  kein Nachfolger seines Lehrers und auch nicht sein Schüler, da er den Lehrer nicht verstanden hatte. So war es früher, doch dieselben Regeln gelten auch heute noch. Es ist so, weil diese Regeln den wichtigsten kosmischen Prinzipien und Gesetzen entspringen, welche die Anthropotheosophie für denkende Menschen Europas erklärt.

Selbstverständlich braucht man in der Steinheilkunde professionelles und praktisches Wissen. M. Gienger war zugleich auch Ideenmensch. Wer von den Leuten, die sich als seine Schüler bezeichnen, brennen wirklich für seine Idee? Wer ist bereit, sich dieser Idee zu opfern auch dann, wenn sie keinen Profit bringt? Wer ist bereit, für andere etwas ohne Bezahlung und Ehrenkrone zu tun? Eine Idee ist wie eine Fahne im Krieg. Man darf sie nicht auf den Boden fallen lassen. So gibt der sterbende Fahnenträger die Fahne dem Nächsten, um zu verhindern, dass sie auf dem Boden herumwälzt. Ein solcher versteht, was die echte Ehre ist. Falls ein Schüler nur an Profit oder seine Krone denkt, bedeutet es, dass er die Fahne seines Lehrers in den Schmutz wirft. Solches Benehmen hängt von dem Bewusstseinsniveau des Menschen ab.

Auch Steine haben ihr Bewusstseinsniveau, welches zu erwecken nicht einfach ist. Nur derjenige Mensch ist imstande, höhere Bewusstseinsebenen zu erwecken, welcher seine Tatenmotive real erkennt, welcher den Wert und Folgen von Gedanken sowie geschriebenen oder auch gesagten Worten kennt. So ist der echte Lehrer. So lehrt er auch seine Schüler, die seine Idee zu verstehen versuchen.

Mentalstrukturen haben verschiedene Ebenen, deshalb können sie helfen aber auch töten. Um richtig mit Steinstrukturen zu arbeiten, muss man vorsichtig sein und alle subtilen Ebenen wissen, die bei der Arbeit in Betrieb kommen können.

Über all das wird im Vortrag gesprochen.

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